Statement

Die ADULTY-Sichtweise auf Arbeit

Arbeit - weil ich Bock hab!

-- Marlene Körschges

Die Arbeit ist Teil des eigenen Ichs, eine Form der Selbstverwirklichung, Teil der eigenen Selbstbestimmung und Identität, wie ein lieb gewonnenes Hobby, in dem man richtig gut ist.

„Das ist eine weltfremde, unmenschliche Aussage von Hardcore-Kapitalisten! Ich arbeite gern für meinen Konzern…“ Höre ich das Känguru sagen.

„Dieses Gen-Y-Gesäusel: verwöhnt, nichts gelernt, fordernd und nicht bereit sich über das Muss hinaus zu bewegen!“ Beschwert sich in meinem Kopf ein Baby-Boom-Unternehmer.

„Meine Rede.“ Sage ich!

Die Entwicklung von ADULTY ist auch beeinflusst von meiner persönlichen Sichtweise auf die Arbeit. Für mich ist die Arbeit eine Form der Selbstverwirklichung, ist zwingend verbunden mit meinen Interessen, muss sinnstiftend sein und durch Umsetzung positive Veränderung bewirken. Zweifelsohne bin ich dabei nicht verblendet: Arbeit ist nicht immer schön, bereichernd oder entwickelnd, sondern manchmal auch einfach nur eine Tätigkeit, die es zu verrichten gilt. Auch ist mir bewusst, dass ich durch die Rahmenbedingungen meines Berufes in einer luxuriösen Situation bin und dass die Möglichkeiten einer vergleichbar freien Form der Arbeit ein großer Teil der Gesellschaft nicht hat.

Doch auch gesamtgesellschaftlich hat sich die Bedeutung von Arbeit in den letzten Jahren stark verändert. So zeigen zahlreiche Studien, z. B. der Bertelsmann Stiftung oder der ZEIT, dass wir uns zunehmend durch unsere Arbeit definieren und auch definieren möchten. Je höher der Qualifizierungsgrad, desto höher ist der Anspruch sich mit der Arbeit identifizieren zu wollen und der Wunsch, dass Arbeit sinnstiftend ist. Somit habe ich mit meiner Einstellung doch schonmal einen starken Rückenwind, im Besonderen durch die Generation Y und Z.

Wenn Arbeit nun für eine Gruppe an Menschen, in der von mir beschriebene Form, in sicherlich einer kleinen Gruppe, solch einen Stellenwert hat und einfach dazu gehört, dann stellen wir uns bei ADULTY die Situation von Eltern kleiner Kinder, die teilweise vollends von der beruflichen Welt abgeschnitten sind, schwierig vor.

Elternzeit bedeutet bei dem Großteil der Eltern sich ausschließlich der Kindererziehung zu widmen. Diese Ausschließlichkeit ist geprägt durch die fehlenden Möglichkeiten sich in einer flexiblen Form einbringen zu können, bei der der Schwerpunkt NATÜRLICH immer noch auf der Kinderbetreuung liegt. Die großen Konzerne machen es so langsam vor, sie flexibilisieren ihre Arbeitszeitmodelle, schaffen Elternnetzwerke, bieten Betreuungsangebote. Bei mittelständischen Unternehmen ist dies noch Zukunftsmusik.

Mit ADULTY wollen wir eine Lösung für Eltern schaffen, die sagen: Arbeit ist mein Ding! Es macht mir Freude meine Kompetenzen einzubringen und was zu bewegen! ABER in der Elternzeit und Betreuungszeit meiner kleinen Kinder liegt mein Fokus bei diesen!

Als Antwort darauf haben wir in ADULTY eine neue Form der Arbeit entwickelt, die zahlreiche Elemente des New Work-Ansatzes des Philosophen Frithjof Bergmann beinhaltet: hierarchiefrei, remote, digital, eigenverantwortlich, agil, hoch flexibel (wirklich hoch flexibel mit Unterbrechungsmöglichkeiten etc.) und individuell ausgerichtet auf die jeweiligen Personen.

Dabei haben wir aber nicht nur die Arbeitsform in Angriff genommen, sondern auch die -inhalte. So sind die Arbeitsinhalte anspruchsvolle Unternehmensprojekte deren inhaltliche Ausgestaltung wichtiger ist, als die dringliche Umsetzung. Der Projektcharakter ermöglicht die Freiheiten in der Rolle der/s Umsetzenden. So werden die ersten ADULTY-Projekte umgesetzt mit einem wöchentlichen Stundenumfang von 2-5 Stunden, bei denen es auch wochenweise Unterbrechungen geben kann.

Damit sind unsere Projekte und die Arbeit darin die wesentliche Säule unseres Karriere- und Qualifizierungsprogramms für Eltern. Über keine Schulung können wir mehr Qualifizierung erreichen wie über die Erfahrung in echten Aufgaben.

Dabei suchen wir nach teilnehmenden Eltern, die unsere Philosophie zur Arbeit teilen und diese in unserem Programm und vor allem im Anschluss daran verkörpern.

Marlene Körschges – Ideengeberin ADULTY

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