Intelligente Datenbrillen – die Basis

Intelligente Datenbrillen in der Produktion sind längst keine Seltenheit mehr. Vor allem mit der zunehmenden Verfügbarkeit industriell nutzbarer Datenbrillen für unterschiedlichste Unternehmensbereiche wie Entwicklung und Produktion aber auch Service erreichen Smart Glasses auch bei den Nutzern immer höhere Akzeptanz. Studien des Capgemini Research Institute aus dem Jahr 2018 belegen diesen Trend: 46% von 603 befragten Unternehmen, die Augmented und Virtual Reality (AR/VR) in Pilotprojekten getestet haben, rechnen damit, dass AR/VR in den nächsten 3 Jahren zum Standard wird. Was sind aber die größten Treiber für den Einsatz in operative Unternehmensprozesse? Für welche Unternehmensbereiche ist der Einsatz von Datenbrillen überhaupt geeignet? Und was ist überhaupt mit AR/VR oder intelligenten Datenbrillen gemeint?

Smartglass ≠ Smartglass

Ob in der Gaming-Branche mit der HTC Vive, im industriellen Umfeld mit der Microsoft HoloLens oder im Consumer-Markt mit der Vuzix Blade, alle sprechen von Smart Glasses. Allerdings wissen viele potentielle Anwender nicht wirklich wovon sie sprechen, denn Smartglasses sind nicht gleich Smartglasses. Um einen besseren Überblick zu bekommen, ist zwischen VR und AR zu unterscheiden. Bei Virtual Reality (VR) nimmt der Nutzer die reale Umwelt nicht mehr wahr. Der Nutzer kann mit einer VR-Smartglass in eine digitale 3D-Welt eintauchen. Wohingegen bei der Augmented Reality die reale Wahrnehmung mit zusätzlichen Informationen erweitert wird. Hierfür gibt es verschiedenste Konzepte, die sich in der Ausprägung der Realitätserweiterung unterscheiden.

Welche Geschäftsbereiche eignen sich für den Einsatz von Smart Glasses?

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlichster Hardware, die ein tiefgreifendes Know-How und Erfahrung von ihren Anwendern voraussetzen, finden smarte Datenbrillen in vielen Branchen ihren Einsatz. Es gibt mittlerweile sogar in der Pflegebranche Use Cases für Datenbrillen, wie das Körperbehindertenzentrum Oberschwaben. Hierbei geht es in erster Linie um die Ad-Hoc Dokumentation während einer Patientenbehandlung. Die produzierende Industrie sowie die Logistikbranche sind allerdings wegweisend für die Markthochlauf von smarten Datenbrillen. Umfragen zeigen, dass vor allem in den Bereichen Engineering oder zur Visualisierung von Infrastrukturprojekten Smart Glasses derzeit bevorzugt eingesetzt werden, einige Beispiele für AR- Glasses:

  • 3-D Produktsimulationen im Engineering
  • in der Produktion mit visualisierten Arbeitsanweisungen
  • bei der Instandhaltung mit digitalen Anweisungen und Fernunterstützung

DHL setzt beispielweise seit 2017 standardmäßig zur Kommissionierung Datenbrille sein. Die Möglichen Einsatzfelder dieser Smart-Glasses sind also schier unendlich, eine genaue Analyse für den Einsatz ist hierbei zwingend erforderlich und auch für viele Unternehmen dringend zu empfehlen.

Treiber für den Einsatz von Datenbrillen

Wichtige Impulsgeber für einen flächendeckenden Einsatz sind neben der Verfügbarkeit von mobilen Datennetzen oder verbesserter Hardware auch der Bedarf an effizienteren Arbeitsprozessen und der Fachkräftemangel. So werden von Seiten des Managements häufig Hoffnungen bzw. Visionen mit den Smart-Glasses verbunden, wie zum Beispiel:

  • Kostenreduktion, bspw. durch einen effizienten Mitarbeitereinsatz und standardisierte Arbeitsabläufe
  • Verbesserung der Kundenzufriedenheit, durch die schnelle und hoch kompetente Lösung von Schwierigkeiten oder Fragestellungen
  • Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit, durch Reibungslosigkeit in Abläufen und dem schnellen Aufbau von Kompetenzen
  • Steigerung der Qualifizierungseffizienz von neuen Mitarbeitern

Diese Vorteile können bereits durch zahlreiche Studien gestützt werden. Unternehmen wie John Deere, BMW oder DHL berichten regelmäßig vom erfolgreichen Einsatz von Smart Glasses.

Jetzt heißt es auch für den industriellen Mittelstand, die Möglichkeiten der Digitalisierung und Industrie 4.0 zu nutzen, wir von f.u.n.k.e. FUTURE helfen dabei gerne. Die Einführung von Datenbrillen ist unser aktuelles Highlightprodukt im Tiger Consulting.

Ein Contentbeitrag von Robert Jägle – Tiger Consultant und Projektverantwortlich.

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